Wahlbetrugsbehauptungen zur US-Präsidentschaftswahl 2020
Behauptung: Die US-Präsidentschaftswahl 2020 sei Donald Trump durch massiven, koordinierten Wahlbetrug "gestohlen" worden — mittels manipulierter Wahlmaschinen (insbesondere von Dominion Voting Systems), betrügerischer Briefwahlstimmen und Stimmabgaben durch bereits Verstorbene.
Ursprung: Von Präsident Trump und Verbündeten unmittelbar nach der Wahl propagiert, verbreitet über Pressekonferenzen, soziale Medien und parteinahe Medien.
Warum es falsch ist: Mehr als 60 Klagen gegen das Wahlergebnis wurden vor staatlichen und Bundesgerichten eingereicht, darunter vor von Trump selbst ernannten Richtern; nahezu alle wurden mangels Beweisen abgewiesen. Mehrere bundesstaatliche Nachzählungen und Audits (einschließlich manueller Nachzählungen in Georgia) bestätigten die ursprünglichen Ergebnisse. Trumps eigenes Justizministerium, die Cybersicherheitsbehörde CISA sowie zahlreiche Wahlbeamte beider Parteien erklärten, keine Belege für Betrug in einem Ausmaß gefunden zu haben, das das Ergebnis verändert hätte. Dominion Voting Systems erwirkte erhebliche Vergleichszahlungen wegen Verleumdung gegen Medien, die die falschen Behauptungen verbreitet hatten.
Auswirkung: Direkt als Motivation für den Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 genannt; trug bei einem erheblichen Teil der Wählerschaft zu einem anhaltenden Vertrauensverlust in die US-Wahlverwaltung bei.