9/11-Wahrheitsbewegung
Behauptung: Die Anschläge vom 11. September 2001 seien entweder bewusst zugelassen worden ("LIHOP") oder von Teilen der US-Regierung aktiv inszeniert worden ("MIHOP"), wobei oft der Einsturz von World Trade Center Gebäude 7 als angeblicher Beweis für eine "kontrollierte Sprengung" angeführt wird.
Ursprung: Entstand bereits wenige Monate nach den Anschlägen und verbreitete sich rasant über frühe Internetforen sowie den Dokumentarfilm Loose Change (2005).
Warum es falsch ist: Mehrere unabhängige technische Untersuchungen — allen voran durch das National Institute of Standards and Technology (NIST) — kamen zu dem Ergebnis, dass Brände den tragenden Stahl schwächten und so einen fortschreitenden Einsturz verursachten, der physikalisch nachvollziehbar ist und keiner Sprengung bedarf. Es wurden nie physische Beweise oder Zeugenaussagen für Sprengstoff gefunden, und die schiere Zahl an Personen (Tausende Ingenieure, Beamte, Journalisten), die dafür hätten schweigen müssen, macht ein Verschwörungsszenario dieser Größenordnung unplausibel.
Status: Vom wissenschaftlichen und ingenieurtechnischen Konsens zurückgewiesen, hält sich aber in Teilen des Internets weiterhin.