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Chemtrails-Verschwörungstheorie

Behauptung: Die von Flugzeugen hinterlassenen Kondensstreifen ("Contrails") seien in Wahrheit absichtlich versprühte chemische oder biologische Substanzen ("Chemtrails"), mit Zwecken von Bevölkerungskontrolle über Wettermanipulation bis zu geheimen Geoengineering-Programmen.

Ursprung: Entstand Ende der 1990er-Jahre, nachdem eine 1996 veröffentlichte, längst widerlegte Forschungsarbeit der US-Luftwaffe über hypothetische Wettermanipulationstechnologie als Beweis für ein tatsächlich laufendes Programm fehlgedeutet wurde.

Warum es falsch ist: Kondensstreifen entstehen schlicht durch Wasserdampf, der an Abgaspartikeln der Flugzeugtriebwerke in großer Höhe kondensiert und gefriert — eine gut dokumentierte, seit den Anfängen der Luftfahrt bekannte atmosphärische Erscheinung. Ihre unterschiedliche Beständigkeit hängt von Luftfeuchtigkeit und Temperatur ab, nicht von chemischem Inhalt. Eine Befragung von Atmosphärenforschern und Geochemikern 2016 fand keinerlei Beleg für ein geheimes Sprühprogramm; keiner der Befragten kannte Daten, die dies stützen würden.

Status: Von der Atmosphärenforschung eindeutig zurückgewiesen; der Begriff wird mitunter fälschlich auch auf reale, öffentlich diskutierte Forschungsvorschläge zum solaren Geoengineering angewandt, die mit der ursprünglichen Verschwörungsbehauptung nichts zu tun haben.

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