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COVID-19-Verschwörungstheorien

Behauptung: Eine Gruppe sich überschneidender Theorien, wonach COVID-19 absichtlich als Biowaffe entwickelt und freigesetzt worden sei, Impfstoffe Mikrochips zur Bevölkerungsüberwachung/-kontrolle enthielten, oder die Pandemie selbst von Pharmaunternehmen und Regierungen aus Profit- und Machtinteresse erfunden worden sei ("Plandemie").

Ursprung: Entstand bereits wenige Wochen nach Ausbruch Anfang 2020 und verbreitete sich rasant über soziale Medien, begünstigt durch die echte wissenschaftliche Unsicherheit einer sich schnell entwickelnden Krise sowie durch reale Kontroversen (etwa die legitime, ungeklärte wissenschaftliche Debatte über einen natürlichen Ursprung oder einen laborbezogenen Zwischenfall in Wuhan — zu unterscheiden von den widerlegten Biowaffen- und Mikrochip-Behauptungen).

Warum es falsch ist: Die Inhaltsstoffe von mRNA-Impfstoffen sind öffentlich bekannt und wurden von Aufsichtsbehörden weltweit unabhängig geprüft; es existiert kein Mikrochip, der klein genug wäre, um unbemerkt durch eine Impfnadel zu passen. Genomanalysen von SARS-CoV-2 sind laut wissenschaftlichem Konsens mit natürlicher Evolution vereinbar und zeigen keine Anzeichen gezielter Biowaffen-Konstruktion, auch wenn der genaue Ursprung (natürlicher Übersprung vs. laborbezogener Unfall) unter Virologen weiterhin ernsthaft diskutiert wird.

Auswirkung: Trug in mehreren Ländern zu geringeren Impfquoten und vermeidbaren Todesfällen bei; gilt als vielstudiertes Beispiel einer "Infodemie" parallel zur eigentlichen Pandemie.

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