Tod von Prinzessin Diana: Verschwörungstheorien
Behauptung: Der Tod von Prinzessin Diana bei einem Autounfall 1997 in Paris sei kein Unfall gewesen, sondern ein von der britischen Königsfamilie (oft konkret Prinz Philip) oder dem Geheimdienst MI6 angeordnetes Attentat, um ihre Heirat mit ihrem Partner Dodi Fayed, einem Muslim, zu verhindern oder weil sie "zu viel wusste".
Ursprung: Angeheizt durch Dodis Vater Mohamed Al-Fayed, der die Attentatsthese über mehr als ein Jahrzehnt öffentlich und beharrlich vertrat; das Misstrauen gegenüber offiziellen Erklärungen wurde durch widersprüchliche frühe Berichte und die zunächst heruntergespielte Trunkenheit des Fahrers verstärkt.
Warum es falsch ist: Sowohl eine dreijährige französische Justizuntersuchung (1999) als auch eine britische Polizeiuntersuchung (Operation Paget, 2004–2006, über 6.000 Seiten) kamen zu dem Ergebnis, dass der Unfall durch den Fahrer Henri Paul verursacht wurde, der stark alkoholisiert mit überhöhter Geschwindigkeit fuhr, verschärft durch die Verfolgung durch Paparazzi und fehlende Sicherheitsgurte der Insassen. Nach zwei gründlichen, unabhängigen Untersuchungen wurde kein forensischer Beleg für Fremdverschulden, Sabotage oder ein "zweites Fahrzeug" gefunden.
Status: Von britischen wie französischen offiziellen Untersuchungen zurückgewiesen; Al-Fayeds Behauptungen wurden 2008 von einer Geschworenenjury formell verworfen, die als Urteil "widerrechtliche Tötung" durch rücksichtsloses Fahren feststellte — kein Attentat.