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JFK-Attentat: Verschwörungstheorien

Behauptung: Die Ermordung von Präsident John F. Kennedy am 22. November 1963 in Dallas sei nicht das Werk eines Einzeltäters (Lee Harvey Oswald) gewesen, sondern ein Komplott von CIA, Mafia, kubanischen Exilanten, der Sowjetunion oder Vizepräsident Lyndon B. Johnson.

Ursprung: Das Misstrauen wuchs, nachdem die Warren-Kommission 1964 zu dem Schluss kam, Oswald habe allein gehandelt. Kritiker zweifelten an der "Magic-Bullet-Theorie", der im Zapruder-Film sichtbaren Kopfbewegung Kennedys sowie an Oswalds eigener Ermordung durch Jack Ruby zwei Tage später, die einen Prozess verhinderte.

Warum sie fortbesteht / Status: Anders als viele Theorien dieser Liste hat diese teilweise institutionellen Rückhalt: Ein Ausschuss des US-Repräsentantenhauses kam 1979 zu dem Schluss, es habe "wahrscheinlich" eine Verschwörung gegeben – gestützt auf umstrittene akustische Beweise, die später von der National Academy of Sciences widerlegt wurden. Die meisten Historiker und forensischen Experten stützen weiterhin die Einzeltäter-These, doch der Fall bleibt aufgrund echter Beweislücken und lange geheim gehaltener Regierungsakten (viele erst 2017–2023 freigegeben) einer der wenigen von seriöser Forschung ernst genommenen Fälle.

Auswirkung: Nährte ein bis heute anhaltendes tiefes Misstrauen gegenüber US-Regierungsinstitutionen.

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