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Mondlandungslüge

Behauptung: Die Apollo-Mondlandungen (1969–1972) seien von der NASA inszeniert worden, angeblich in einem Studio gefilmt, um das Wettrennen ins All gegen die UdSSR zu gewinnen.

Ursprung: Die Theorie verbreitete sich in den 1970er-Jahren, angestoßen durch Bill Kaysings selbstverlegtes Buch We Never Went to the Moon (1976). Anhänger verweisen auf vermeintliche Ungereimtheiten: eine "wehende" Flagge im Vakuum, fehlende Sterne auf Fotos, unterschiedliche Schattenrichtungen und die angebliche Todesgefahr durch den Van-Allen-Strahlungsgürtel.

Warum es falsch ist: Für jede optische Auffälligkeit gibt es eine physikalische Erklärung — die Flagge besitzt eine horizontale Stange und bewegt sich nur beim Aufstellen; die Belichtungseinstellung für die helle Mondoberfläche macht schwache Sterne unsichtbar; mehrere Lichtquellen (Sonne, Bodenreflexion, Raumfahrzeug) erzeugen unterschiedliche Schattenwinkel. Es gibt unabhängige Bestätigungen: über 400.000 Menschen arbeiteten am Apollo-Programm, sowjetische Bodenstationen verfolgten die Missionen in Echtzeit, auf dem Mond zurückgelassene Laserreflektoren werden bis heute von Observatorien weltweit genutzt, und Mondgestein wurde von Wissenschaftlern zahlreicher Länder untersucht.

Status: Von Wissenschaft und Geschichtsforschung nahezu einhellig zurückgewiesen; gilt in der Psychologie als Lehrbuchbeispiel für motiviertes Denken.

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