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Wie funktioniert Zinseszins?

Zinseszins entsteht, wenn erwirtschaftete Zinsen nicht ausgezahlt, sondern wieder mit angelegt werden und dadurch selbst wieder Zinsen abwerfen. Über kurze Zeiträume wirkt sich dieser Effekt kaum aus, doch über viele Jahre oder Jahrzehnte kann er das Vermögenswachstum erheblich beschleunigen – oft stärker, als intuitiv erwartet wird.

Ein anschauliches Beispiel: Wer 1.000 Euro zu 7 Prozent jährlicher Rendite anlegt und die Erträge reinvestiert, verdoppelt sein Kapital nach rund zehn Jahren (Faustregel: 72 geteilt durch den Zinssatz ergibt näherungsweise die Verdopplungszeit in Jahren). Ohne Zinseszinseffekt, also bei jährlicher Auszahlung der Zinsen, würde das Wachstum deutlich langsamer verlaufen.

Der Zinseszinseffekt ist einer der Hauptgründe, warum frühzeitiges und regelmäßiges Sparen – etwa über einen ETF-Sparplan – langfristig oft wirkungsvoller ist als später mit größeren Summen einzusteigen.

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